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Der Mannheimer Go-Club richtet traditionell am letzten Wochenende im Oktober das Mannheimer Aji aus. In den letzten
Jahren hat sich das Mannheimer Aji zu einem der größten Turniere in Süddeutschland
entwickelt.
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Fragen & Antworten
Wie muss meine Spielstärke sein, um auf dem Mannheimer Aji mitspielen zu können?
Wir freuen uns grundsätzlich über jeden Teilnehmer. Wer auf einem großen Brett
(19x19) Go spielen kann, der kann auch am Mannheimer Aji teilnehmen. Da immer auch mehrere Go-Spieler
teilnehmen, die das Spiel erst seit wenigen Wochen kennen, sind die Partien in den unteren Rängen
genauso spannend wie die der Top-Spieler und es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Anfänger vier oder
fünf Partien gewinnt und somit einen Sachpreis erhält. Um Go-Anfänger zu motivieren, erlassen wir ihnen
das sonst übliche Startgeld. Auf Nachfrage geben wir bei der Anmeldung gerne eine kurze Einweisung in das
Turniersystem und in die Benutzung der Go-Uhren.
Wie alt muss ich sein, um auf dem Mannheimer Aji mitspielen zu dürfen?
Jeder darf unabhängig vom seinem Alter auf dem Mannheimer Aji mitspielen. Insbesondere freuen
wir uns auch über Kinder und Jugendliche und behandeln diese bei der Vermittlung von privaten
Übernachtungsmöglichkeiten bevorzugt. Unser bisher jüngster Teilnehmer war 6 Jahre alt.
Um Kinder und Jugendliche für eine Teilnahme am Mannheimer Aji zu gewinnen, erlassen wir allen unter
18 Jahren das sonst übliche Startgeld.
Muss ich Mitglied in einem Go-Club oder dem Deutschen Go-Bund sein, um auf dem Mannheimer Aji mitspielen
zu dürfen?
Nein. Jeder darf auf dem Mannheimer Aji mitspielen, unabhängig davon ob er Mitglied in einem
Go-Club oder dem Deutschen Go-Bund ist. Um aber die Arbeit und die Verdienste
des Deutschen Go-Bundes zu würdigen, erlassen wir Mitgliedern einen Teil des Startgeldes. Es besteht die
Möglichkeit vor dem Turnier dem Deutschen Go-Bund beizutreten und dann sofort von der Ermäßigung zu
profitieren.
Was ist der Deutschlandpokal?
Der Deutschlandpokal ist ein Wettkampf in dem sich Go-Spieler deutschlandweit untereinander
messen können, auch wenn sie noch nicht stark genug für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft
sind: Auf einem guten Duzend ausgeschriebener Turniere können Punkte gesammelt werden. Gespielt
wird in drei Spielstärkegruppen. Die drei in einem Jahr erfolgreichsten Spieler aus jeder Gruppe
erhalten wertvolle Sachpreise.
Obwohl die Auszeichnung eines Turniers als Deutschlandpokalturnier nicht selbstverständlich ist,
sondern sich die Veranstalter jedes Jahr neu darum bewerben müssen, ist das Mannheimer Aji seit
einigen Jahren dabei. Somit nehmen Mitglieder des Deutschen Go-Bundes, die
auf dem Mannheimer Aji mitspielen und deren Spielstärke zwischen 20kyu und 2dan liegt, automatisch
am Deutschlandpokal teil. Eine gesonderte Anmeldung ist nicht notwendig. Nichtmitglieder haben die
Möglichkeit, vor dem Turnier dem Deutschen-Go Bund beizutreten und dann auch am Deutschlandpokal
teilzunehmen.
Warum findet das Mannheimer Aji am letzten Oktoberwochenende statt?
Dies ist das Wochenende, an dem in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf Winterzeit umgestellt
wird. Weil die Teilnehmer unseres Turniers mittlerweile aus ganz Deutschland anreisen – manche
aus bis zu 600km weit entfernten Städten – müssen wir sonntags früh genug anfangen, um auch
ein frühes Ende und damit allen eine zeitiges Nachhausekommen zu garantieren. Der frühe
Start der ersten Runde am Sonntag wirkt sich jedoch für Spieler als "Wettbewerbsnachteil"
aus, die (wie die Veranstalter) gerne sonntags ausschlafen. Durch die dank der Zeitumstellung
zusätzlich gewonnene Stunde kann jeder Spieler ausgeschlafen in sein erstes Spiel am Sonntag starten.
Warum heißt das Turnier "Aji"?
Als wir einen Namen für unser Turnier gesucht haben, war es gerade modern, Go-Turniere
nach Go-Begriffen zu benennen. Das Wort "Aji" ist das japanische Wort für
(oft aufgegebene) Steine, die das Spiel aber noch indirekt beeinflussen. Wörtlich
übersetzt entspricht "Aji" dem deutschen "Geschmack". Wir haben den
Begriff gewählt, weil wir hoffen, dass unser Turnier bei den Teilnehmern einen bleibenden
Eindruck hinterlässt - wie Schokolade, die wir auch noch lange nach dem Verzehr im Mund schmecken.
Die Eigenschaft von Geschmack nachhaltig zu bleiben ist es auch, die bei dem Go-Begriff
angesprochen wird. Hier noch einige Übersetzungen aus einem japanischen Wörterbuch:
- Aji
- Geschmack, schmecken. Beispiel: "es schmeckt", "es schmeckt gut",
"der Geschmack kommt heraus", "ich bin erkältet und schmecke nichts",
"würzen, zuckern, salzen"
- Aji
- Geschmack. Beispielsätze: "es ist schwer, dem Haiku einen Geschmack abzugewinnen",
"er kommt dem Sake auf den Geschmack", "er kennt die Frauen"
- Aji no aru hito
- Wörtlich: "er hat Aji", lässt sich am besten übersetzen mit: "er
hat's in sich".
- Kono bun ha aji ga aru
- Wörtlich: "dieser Aufsatz hat Aji", lässt sich am besten übersetzen
it: "dieser Aufsatz ist geistreich".
- Aji na
- "etwas originelles"